Sima und König präsentierten Start in die Gemüsesaison
Das erste heimische Gemüse der Saison ist da
Wien (NRK - 10.03.2010 11:32 Uhr) Umweltstadträtin Ulli Sima und Gerald König, Vorstand
der LGV-Frischgemüse Wien präsentierten heute Mittwoch, 10. März am
Karmelitermarkt, 1020 Wien das erste heimische Gemüse der Saison.
Dieses Jahr eröffnen gleich mehrere Gemüsesorten die
Frischgemüsesaison: Neben dem traditionell frühen Wiener Radieschen
sind diesmal auch Häuptelsalat, Gurken und grüne Paprika mit dabei.
Heimisches Gemüse schont die Umwelt
Gemüse aus der eigenen Region kommt nicht nur Geschmack und
Gesundheit des Konsumenten zugute. Auch die Umwelt profitiert. "Die
kurzen Lieferwege, die Frischgemüse aus Wien zurücklegt, helfen CO2
sparen und sind damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz",
erklärte die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima. "Ganz im Unterschied
zu den jährlich 800 Millionen Tonnen Gemüse, die quer über den Globus
geschifft werden und somit an der Erderwärmung beteiligt sind",
ergänzte Sima.
Gemüse aus der Region schmeckt einfach besser
Heimisches Gemüse der LGV-Frischgemüse ist immer Gemüse, das
gerade Saison hat, und damit stets frisch, reif, geschmackvoll und
besonders reich an Nährstoffen. Natürlich schmecken Paprika, die eben
erst geerntet wurden einfach besser als Paprika, die tausende
Kilometer entfernt gepflückt wurden und erst während des Transportes
nachreifen durften. Erntefrisches Gemüse, direkt von den
LGV-Gärtnerfamilienbetrieben geliefert, enthält außerdem reichlich
Vitamine, Mineralstoffe und viele, gesunde sekundäre
Pflanzeninhaltstoffen. Während weit gereistes Gemüse seine Nährstoffe
zum Teil schon verloren hat, ist Gemüse, das bis zur letzten Minute
an der Pflanze ausreift, am Höhepunkt seines geschmacklichen und
gesundheitlichen Potenzials.
Heimisches Gemüse ist gentechnikfrei
Der Konsument von heimischem Gemüse ist auch sicher vor der
zweifelhaften Technologie der Genmanipulation von Pflanzen und
Saatgut. Das bestätigt Umweltstadträtin Ulli Sima: "Zusammen mit den
Wiener Gärtnern und der LGV habe ich die Plattform "Freiwillig ohne
Gentechnik" gegründet, um die Wiener Felder gentechnikfrei zu halten.
Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen diese Risikotechnologie,
deren Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt noch weitgehend
unerforscht sind", sagte Sima.
Die Unterstützung der Wiener Gärtner trägt darüber hinaus auch zur
Bewahrung von Grünflächen im Stadtgebiet bei. Das wiederum fördert
die Artenvielfalt in Pflanzen- und Tierwelt, verringert die
Bodenerosion und verlängert den "Atem" den "grünen Lungen."
2010: Internationales Jahr der Artenvielfalt
Das Jahr 2010 ist das internationale Jahr der Artenvielfalt. Die
kurzen Transportwege des heimischen Gemüses ermöglichen es den
LGV-Gärtnern sich verstärkt auf jene Sorten zu konzentrieren, die auf
mehr Geschmack abzielen und einen Gewinn für die Sortenvielfalt
darstellen.
So geschehen mit der alten Wiener Radieschen Sorte "Riese von
Aspern", die vergangenes Jahr von der internationalen Organisation
Slow Food in die sogenannte "Arche des Geschmacks" aufgenommen
wurden. Das bedeutet, dass dieses Gemüse die strengen Kriterien von
Slow Food erfüllt: Es muss sich dabei um alte, heimische Sorten
handeln, die von kleinen Betrieben in alter Tradition vermehrt und
angebaut werden sowie geschmacklich einwandfrei sein müssen. Die
Aufnahme in die Arche ist eine der höchsten Auszeichnungen von Slow
Food. Damit ist der "Riese" ein Sinnbild für die Bemühungen der
Wiener LGV-Gärtnerfamilienbetriebe, regional verwurzelte,
traditionelle Sorten vermehrt zu fördern und zu produzieren. Das ist
somit ein deutlicher Beitrag zu Artenvielfalt und Nachhaltigkeit.
Dazu LGV-Vorstand Gerald König: "Die Aufnahme des Riesen von Aspern
in die Arche des guten Geschmacks ist eine große Auszeichnung für die
LGV, die dazu beitragen wird, das Interesse des Konsumenten für
traditionelle, einzigartige, ortsgebundene Gemüsesorten weiterhin zu
schüren. Denn die Vielfalt in unseren Gärten und unserem Speiseplan
sollte uns allen ein Anliegen sein," sagte König.
Vorboten der LGV-Frischgemüsesaison
Der Genuss von heimischem Gemüse ist also die beste Wahl, was
Geschmack, Gesundheit und Umwelt angeht. Radieschen, Gurke,
Häuptelsalat und grüner Paprika sind nur die ersten Vorboten der
LGV-Frischgemüsesaison. Weitere werden folgen und es den Wienerinnen
und Wienern erlauben, die Lebensqualität einer Großstadt zu nutzen,
in der über 300 Gärtnerfamilienbetriebe mehr als vierzig Sorten
knackfrisches, lokal produziertes Gemüse anbieten.
Ein Bild zur Presseinformation finden Sie hier:
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Rückfragehinweis:
LGV Frischgemüse Wien reg. Gen.m.b.H.
Mag. (FH) Elke Raschbacher
Haidestr. 22, 1110 Wien
T: +43 (0)1/76069-410
F: +43 (0)1/76069-411
E: e.raschbacher@lgv.at
Büro der Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima
Mag. Johannes Angerer
T: +43 (0)4000/81 359
E: johannes.angerer@wien.gv.at
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