Grillitsch schlägt Alarm: Daseinsvorsorge gefährdet
Ländlicher Raum durch drohende Budgetkürzungen in Gefahr
Wien (AIM - 05.02.2010 13:50 Uhr) "Wenn durch Kürzungen der Ausgleichszahlungen der
ländliche Raum ausgedünnt wird, gefährdet das den Wirtschaftsstandort
Österreich", kommentiert Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch die
heute veröffentlichten Wifo-Zahlen über mögliche Streichungen bei den
Agrarausgaben. "Das Bundesbudget der Republik beläuft sich jährlich
auf ca. EUR 69,4 Mrd. Zum Vergleich: Lediglich EUR 639 Mio. des
Bundeshaushaltes gehen in die Landwirtschaft und die Entwicklung des
ländlichen Raumes. Der heimische Agrarsektor und der ländliche Raum
werden vorwiegend durch EU-Mittel unterstützt, insgesamt mit EUR 2,2
Mrd. Zwei Drittel daraus fließen direkt in die Entwicklung des
ländlichen Raumes als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum. Das
sind wichtige Gelder, die letztendlich den Gemeinden zugutekommen.
Schließlich können nur lebendige Gemeinden als Wirtschaftsstandorte
der Landflucht entgegenwirken", gibt Grillitsch zu bedenken.
"Weiters sichert allein die Landwirtschaft im vor- und
nachgelagerten Bereich 530.000 Arbeitsplätze", verweist Grillitsch
auf die tatsächliche Wirtschaftskraft der Landwirtschaft. Anstatt am
offenen Herzen zu operieren, solle das Wifo eine Studie vorlegen, die
den volkswirtschaftlichen Effekt dieser Investitions- und
Innovationsförderungen für die Regionalwirtschaft nachweist, verlangt
der Bauernbund-Präsident.
Vehement und geeint in Brüssel auftreten
Regionalwirtschaft sei "das starke Rückgrat der heimischen
Wertschöpfung". Einzig und allein dadurch seien für die gesamte
österreichische Bevölkerung Lebensmittel in höchster Qualität und
Zusatzleistungen wie gepflegte Landschaften und kulturelle Identität
gesichert. "Wer hier kürzt, gefährdet die Daseinsvorsorge",
unterstreicht der Bauernbund-Präsident klar, zumal auch die Landwirte
durch die dramatischen Einkommenseinbußen von 20% im Vorjahr massiv
in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind. "Ein Weiterleben
unter diesen Vorzeichen ist unmöglich", warnt Grillitsch
eindringlich. Auch aus Brüssel heiße es, dass die Agrarbudgets massiv
zurückgefahren werden. "Ohne einen nationalen Schulterschluss und das
vehemente Auftreten unserer Regierung auf EU-Ebene sind der ländliche
Raum und damit die gesamte Daseinsvorsorge, die
Lebensmittelsicherheit für Stadt und Land sowie die kulturelle
Identität in Österreich ernstlich in Gefahr", warnt der
Bauernbund-Präsident.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bauernbund Österreich
Mag. Andrea Salzburger
Tel.: +43 1 505 81 73 - 28, Mobil: +43 699 1810 1805
mailto: A.Salzburger@bauernbund.at
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OTS0157 2010-02-05/13:50
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